Das Deutsche Archäologische Institut hat es geschafft, in Peking eine Niederlassung zu eröffnen. Das ist insofern verwunderlich, als dass China nicht gerade als Unterstützer der Kulturforscher aus anderen Ländern gilt. Obwohl die ausländischen Archäologen keine eigenen Grabungen in China durchführen dürfen, können sie die Chinesen doch bei deren Grabungen unterstützen, und zwar mit Anthropologen und anderen Spezialisten, die es bisher nicht gab.

Derzeit gibt es einen Fund im Kunlun-Gebirge zu entdecken und zu erforschen. In gut 2.800 Metern Höhe in der Region Xinjiang, die im Westen Chinas liegt, wurden alte Gräber gefunden, die aus der Zeit um das frühe erste Jahrtausend v. Chr. stammen. Die Gräber der Nomaden zeigen auf, dass die Menschen damals sehr viel geritten sind, den Funden zufolge vornehmlich auf Pferden.

Die hier gefundenen Protoskythen wurden im Gegensatz zu den anfänglichen Vermutungen nicht mumifiziert, sondern sind aufgrund der speziellen Bedingungen im Kunlun-Gebirge sehr gut erhalten geblieben. Man geht mittlerweile davon aus, dass die Gräber zu einer Siedlung am Fuße des Gebirges gehören, da im Umkreis von 20 Kilometern keine weiteren Anzeichen für Siedlungen gefunden werden konnten. Ob und wann diese Funde für Touristen zugänglich gemacht und ausgestellt werden, ist allerdings bisher unklar.

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