Mit einer Videobotschaft würdigte Papst Benedikt XVI. das 400jährige Bestehen der Päpstlichen Universität Santo Tomas in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Die Universität sei ein Zeichen des „Glaubens, Wissen und der Weisheit“, so äußerte sich der Papst in seiner Botschaft, die am vergangenen Wochenende veröffentlicht wurde. Zudem würdigt Benedikt XVI. den Gründer der ältesten Universität Asiens: Bischof Miguel de Benavides. Ebenfalls hob der Papst die Rolle der Dominikaner hervor, die einen großen Beitrag zum Fortbestand der Universität leisteten. Papst Benedikt XVI. zeigte sich zuversichtlich, dass die päpstliche Universität auch zukünftig die Philippinen geistig und kulturell bereichern wird.

Bischof Miguel de Benavides gründete 1611 diese Universität in den alten Festungsanlagen  Intramuros in Manila. Sie ist benannt nach dem Theologen und Philosophen Thomas von Aquin und wurde schon von  Papst Innozenz X. in den Stand einer päpstlichen Universität erhoben. Über Jahrhunderte wurde in dieser Universität die Elite der Philippinen ausgebildet und in den Fachrichtungen Medizin und Recht, sowie in weiteren Fächern geschult. Aus dieser Elite gingen spätere Präsidenten und bedeutende Wissenschaftler der Philippinen hervor. Einige von ihnen wurden später sogar heiliggesprochen. Zu den bekanntesten Absolventen zählen der ehemalige Präsident Manuel Quezon und Jose Rizal, ein berühmter Schriftsteller und Arzt, der als Nationalheld der Philippinen gilt.

Während des 2. Weltkrieges wandelten die Japaner die Universität in ein Konzentrationslager für Kriegsgefangene und Zivilisten um. Nach dem Krieg entwickelte sich die Universität zu eine der bedeutendsten des Landes. Zu den wichtigsten Besuchern zählen Papst VI. im Jahr 1970, König Juan Carlos I., Mutter Teresa im Jahr 1977 und 1984 sowie Papst Johannes Paul II. Die Universität ist heute die zweitwichtigste, päpstliche Universität der Welt.

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