Die Tierschutzorganisation Sea Sheperd hat in der vergangenen Woche mit ihren Aktionen gegen den Walfang einen großen Sieg gefeiert. Die japanische Walfangflotte bricht ihre Aktionen vorzeitig ab und beendet den Walfang in der Antarktis vorerst.
Der Fischereiminister Japans Michihiko Kano hat die Walfänger zum Schutz der Besatzung und der Schiffe zurückgerufen. Wann die Schiffe den Heimathafen erreichen werden, ist noch nicht bekannt. Normalerweise dauert die Walfangsaison in den antarktischen Gewässern bis Mitte März. Die Regierung in Tokyo hat bereits am 10. Februar die Jagd nach Walen ausgesetzt, nachdem die Tierschützer die Walfangschiffe verfolgt haben.

Der Fischereiminister spricht von einer massiven Bedrohung und kritisiert die gefährlichen Aktionen der Tierschutzorganisation Sea Sheperd, die von der japanischen Regierung als terroristische Gruppe bezeichnet wird. Schon seit Monaten wurde das japanische Walfangschiff Nisshin Maru ständig verfolgt und am Walfang gehindert. Laut der internationalen Walgangkommission darf die Walfangflotte Japans maximal 945 Wale töten und diese für wissenschaftliche Zwecke nutzen. Das Fleisch darf weiterverarbeitet und für den Verzehr verkauft werden. Tierschützer kritisieren die Regelung, da sie davon ausgehen, dass der Walfang lediglich kommerzielle Ziele verfolgt.
Der Gründer der Tierschutzorganisation Sea Sheperd Paul Watson spricht von einem großen Sieg gegen den kommerziellen Walfang. Von den 850 Walen, die durch die Japaner gefangen werden sollten, wurde lediglich ein Fünftel getötet. Paul Watson kündigte weitere Aktionen gegen den Walfang in der Antarktis an. Die Organisation wird jedes Jahr stärker und gewinnt an Einfluss, äußerte sich Watson. Ziel von Sea Sheperd sei es, in den nächsten Jahren die japanischen Walfänger ganz aus den arktischen Gewässern zu vertreiben. Dazu besitzt die Organisation drei Boote und einen Helikopter. Paul Watson zeigt sich optimistisch und wird gegebenenfalls seine Organisation verstärken, die auch von namhaften Prominenten gesponsert wird.

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