Manama

Manama ist eine der ältesten Städte am Persischen Golf. Obwohl ein Drittel der Gesamtfläche erst in jüngerer Zeit dem Meer abgewonnen wurde. Über einen Damm ist Manama im Nordosten mit der Nachbarstadt Muharraq auf der gleichnamigen Insel verbunden. Ein zweiter Straßendamm führt nach Süden bis nach Sitrah.

Manama ist Sitz der Regierung. Die meisten Hotels und internationalen Firmen sind hier gleichfalls angesiedelt. Manama hat schätzungsweise mehr als 160.000 Einwohner, rechnet den Großraum Manama mit der Nachbarstadt Muharraq und einigen kleineren Siedlungen dazu, so kommt man auf mehr als 330.000, das entspricht etwa 1/3 der Gesamtbevölkerung Bahrains.

Das ursprüngliche Zentrum Bahrains, das Altstadtviertel Bilad al Qadim, liegt im Westen von Manama. Es geht bis auf die Zeit um das Jahr 900 zurück. Die Portugiesen, die hier mit ihren Schiffen im 15.Jahrhundert landeten, nannten die Stadt Manama – das bedeutet „Platz der Ruhe“. Ab 1602 herrschten hier die Perser. Seit Ende des 18.Jahrhunderts wird Bharian von der sunnitischen Dynastie der Al-Chalifa beherrscht. Eines der schönsten und lebendigsten Stadtviertel ist das Al Quadaybiyah im Ostteil von Manama. Hier gibt es weitläufige Parks und Sportanlagen. Hier befindet sich auch das Gästehaus der Regierung, der Quday-biyah-Palast, aus dem Jahre 1950. An der Old Palace Avenue liegt der Sheikhh Hamad Palast mit seiner markanten Kuppel aus Kupfer über dem Eingangsportal. Im Palast wohnte die königliche Familie des Großvaters des jetzigen Herrschers bis zu ihrer Umsiedlung nach Riffa.

Manama hat sich über all die Jahrhundert hindurch als einer der ersten Finanz- und Handelszentren in der arabischen Welt behaupten können. Hier sind mehr als 400 Bankinstitute aus aller Welt angesiedelt. Sichtbarer Ausdruck der Finanzmetropole Manama sind das World Trade Centre und der Financial Harbour.

Auch der Tourismus stellt einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig für Bahrain dar, da das Ende der Ölreserven abzusehen ist. Jährlich kommen 7 Millionen Besucher nach Bahrain. Das sind vor allem Urlauber aus den arabischen Nachbarstaaten, aber auch Tagesgäste aus Saudi Arabien. Außerdem nutzen viele Touristen, die mit Gulf Air Richtung Südostasien und Fernost fliegen, Bahrain für einen Stop – Over.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Manama:

  • das Bab al Bahrain, das Tor Bahrains. Das Tor markiert die Grenze zwischen Alt- und Neustadt. Hinter dem Tor liegt der Souk von Manama. Der Torbau wurde 1945 vom damaligen Gouverneur Sir Charles Belgrave errichtet, heute ist hier das Tourist Information Centre und eine Polizeistation untergebracht.
  • das Nationalmuseum von Bahrain wurde 1988 als eines der letzten und zugleich größten Museen im Vorderen Orient eröffnet. In mehreren Sälen sind die verschiedenen Epochen Bahrains dargestellt, angefangen von der Steinzeit über die antiken Völker, die hier siedelten, bis zur zu der Zeit kurz bevor der Ölboom einsetzte.
  • das Museum of Pearls and Diving liegt an der Government Avenue, wenige Meter vom Bab al Bahrain entfernt. 1984 wurde es in ein Heritage Centre umgewandelt. Zuvor waren in dem Gebäude die Bahrain Law Courts untergebracht. In verschiedenen Räumen werden verschiedene Aspekte des täglichen Lebens vor Beginn des Erdölbooms dargestellt. Damit wird an die große Zeit der Perlentaucher erinnert, alte Musikinstruments Bahrains werden gezeigt, typische Hochzeitsgewänder und – schmuck uvm. Es gibt ein Archiv mit historischen Fotos und eine Sammlung heimischer Heilpflanzen und Naturmedizin.
  • das Oil Museum wurde nur wenige Meter von der Stelle entfernt errichtet, wo 193232 die erste Ölquelle entdeckt wurde. Das war am Jebel Dukhan, dem „Rauchenden Berg“ bei Sakhir. Ausgestellt wird das erste Bohrzeug, Gesteinsproben, Kartenmaterial und die Ölgesellschaften, die am rasch einsetzenden Ölboom beteiligt waren, werden vorgestellt.
  • das Currency Museum liegt im Geschäfts- und Diplomatenviertel. Hier werden alte Gold- und Silbermünzen aus arabischen, islamischen und byzanthischen Perioden gezeigt. Hier lagert eine der kostbarsten Münzsammlung aus der islamischen Welt. Das Museum zieht vor allem Numismatiker aus aller Welt an.
  • das Bait al Quran, das Haus des Korans, wurde im März 1990 eröffnet. Es ist ein Beispiel moderner islamischer Baukunst. Auch im Inneren ist die Ausstattung auf mehreren Ebenen in islamischem Design gehalten. Das Bait al Quran beherbergt uralte Manuskripte des Korans, die zum größten Teil aus Nordafrika, dem Iran, aus Indien und sogar aus China stammen. Hier werden außerdem auch kostbare Stücke islamischer Handwerkskunst, Schmuck und goldverzierte Gläser gezeigt.