Anlässlich der Katastrophe in Japan und deren Folgen haben die Regierungen Nord- und Südkoreas die Gespräche über die nukleare Abrüstung vorläufig eingestellt. Beide Staaten zeigen sich besorgt über den aktiven Vulkan Paektusan, der sich auf dem Territorium Nordkoreas befindet.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium gab am Dienstag bekannt, dass Südkorea das Angebot angenommen hat, gemeinsame Gespräche über den aktiven Vulkan Paektusan zu führen. Anlässlich der verheerenden Katastrophe in Japan hat Nordkorea in der vergangenen Woche Südkorea vorgeschlagen, über den Vulkan zu beraten. Über die Inhalte der geplanten Gespräche ist noch nichts Genaueres bekannt. Pressemitteilungen zur Folge liegen andere diplomatische Gespräche vorerst auf Eis.

Auch die geplanten Gespräche über die nukleare Abrüstung des Nordens und der angebotenen Hilfeleistungen durch den Süden werden verschoben. Der südkoreanische Universitätsprofessors Kim Yong Hyun zeigt sich allerdings optimistisch, dass die Gespräche über den Vulkan Paektusan die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten abbauen und zu Kontakten auf verschiedenen Regierungsebenen führen.

Der Vulkan Paektusan ist der höchste Berg der koreanischen Halbinsel und liegt an der Grenze Nordkoreas zu China. Dieser heilige Berg wird von allen Koreanern verehrt und gilt als das Gründungsgebiet des koreanischen Volkes. Die nordkoreanische Behauptung, dass Kim Il Sung von hier aus den Unabhängigkeitskampf gegen Japan organisiert hat und dass sein Sohn Kim Jong Il in diesem Gebiet geboren ist, gilt international als sehr umstritten. Sicher ist, dass dieser Berg eines der schönsten Reiseziele auf der koreanischen Halbinsel ist.

Der letzte Ausbruch des Vulkans Paektusan ereignete sich 1903. Nach einer fast 100jährigen Ruhezeit ist der Vulkan wieder aktiv. Seit 2002 ist der Berg gewachsen und die Oberflächentemperatur steigt an. Zudem wurden in diesem Gebiet nach längerer Pause wieder mehrere kleine Erdbeben verzeichnet.

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