Pulau Simeuluë liegt vor der Nordwestküste Sumatras. Mit 56 weiteren, kleineren Inseln , 135 Dörfern und einer Gesamtbevölkerung von 212.500 bildet sie den Bezirk Simeulue.

Die Insel ist 100km lang, die Breite variiert zwischen 8 und 28 km. Pulau Simeulue hat rund 86.000 Einwohner, meist muslimischen Glaubens – Zuwanderer aus Aceh, Java, Minangkabau und Batak. Dagang, Lanteng, Abon, Pumcak heißen die indigenen Stämme.

Die meisten Bewohner leben von der Landwirtschaft – dem Anbau von Kokosnüssen und Gewürznelken, und dem Fischfang. Die Hauptstadt ist Sinabang. Auf dieser Insel gibt es noch ausgedehnte Mangrovenwälder und intakte Korallenriffe.

Die Regenwälder im Inselinneren beherbergen eine artenreiche Fauna und Flora.
Die höchste Erhebung der Insel erreicht knapp 600m ü.NN.

Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei durchschnittlich 2,8 m. Simeulue wurde noch nicht vom Massentourismus entdeckt, nur wenige enthusiastische Surfer verirren sich hierher.

Die Insel wurde vom Tsunami im Dezember 2004, ebenso wie beim Seebeben vom März 2005 schwer verwüstet, die meisten Bewohner konnten sich aber rechtzeitig in die Berge flüchten. Es gab nur 7 Tote, denn die Inselbewohner – so nah am Epizentrum – kennen Seebeben seit Jahrhunderten und rennen bei den geringsten Anzeichen von Erschütterungen und unruhig werdendem Meer Richtung Berge, um sich in Sicherheit zu bringen. Das funktioniert besser, als jenes technisch aufwendige Frühwarnsystem, dass mittlerweile auf Java und Sumatra installiert wurde.

Bildquelle: By id:user:Borgx (id:Kabupaten Simeulue) [CC-BY-3.0 , via Wikimedia Commons

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