Heute beginnt in Panaji eine internationale Tourismusbörse. Die Regierung von Goa hatte ursprünglich geplant, auf dieser Börse neue Reiseangebote vorzustellen, die eine bisher unerschlossene Zielgruppe ansprechen sollten: Nämlich die homosexuellen Urlauber.

Allerdings wurden diese Pläne mittlerweile wieder zurück gezogen. Laut Aussagen aus der Regierung geschah dies jedoch nicht freiwillig, sondern durch den Druck der Kirche von Indien. Sie werde alle Versuche, mehr homosexuelle Urlauber ins Land zu holen, nicht tolerieren, man wolle Goa nicht zu einem Sex-Tourismus-Ort machen.

Auch die Hindus weigerten sich gegen die Vorhaben der Regierung. Sie gaben an, dass Goa ohnehin schon eine viel zu lasche Einstellung gegenüber Drogen, Glücksspiel und Prostitution habe, das könne man mit derartigen Plänen nicht noch verschlimmern. Dabei ist Goa heute eines der Touristenzentren in Indien und zieht jedes Jahr 2,6 Millionen Urlauber an. Gut eine halbe Million von ihnen stammen dabei aus dem Ausland.

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