Wirtschaft in Asien

Asien ist mit einem Drittel der gesamten Landmasse der Erde der flächenmäßig größte Erdteil. Insgesamt befinden sich in Asien 50 Länder, deren wirtschaftliche Situation unterschiedlicher nicht sein kann. Angefangen bei Katar, dem reichsten Land der Welt, bis hin zu Entwicklungsländern sind hier sämtliche Wirtschaftsbereiche zu finden.

Nach Afrika hat Asien die meisten Entwicklungsländer. Dazu zählen: Usbekistan, Kirgisistan, Armenien, Georgien, Tadschikistan, Aserbaidschan, Afghanistan, Pakistan, die Mongolei, Jemen, Bangladesch, Bhutan, Nepal, Vietnam, Laos, Myanmar, Kambodscha sowie die Volksrepublik China und Indien. Dies ist insofern erstaunlich, da die Volksrepublik China und Indien Atommächte sind.

Neben den Entwicklungsstaaten sind die Republik China, Japan, Südkorea, Singapur und Israel nicht nur Industrienationen, sondern in einigen Bereichen sogar weltweit führend, wie etwa in der Hochtechnologie. Hinzu kommen die Länder im Nahen Osten, Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran, Irak und Russland, die als „eingekaufte“ Industrieländer gelten. Der Grund ist die Erdölförderung, wodurch die genannten Länder als Hauptförderer weltweit gelten. In Zahlen ausgedrückt: Rund 60% der Rohölvorkommen befinden sich in Asien, davon werden fast 50% exportiert.

Neben Erdöl fördern zahlreiche Länder Asiens weitere Rohstoffe, wie etwa Eisen, Zinn, Platin, Chrom, Zink, Kohle und auch Blei.

Zahlreiche asiatische Wirtschaftsbündnisse

Im Jahr 1960 wurde die OPEC, die Organisation Erdöl exportierender Länder, gegründet. Sie soll die weltweite Ölversorgung sicherstellen und durch eine gemeinsame Ölpolitik einem Preisverfall entgegenwirken.

Seit 1967 existiert die ASEAN, der Verband Südostasiatischer Nationen, zu dem Singapur, die Philippinen, Malaysia, Indonesien, Thailand, Brunei, Vietnam, Myanmar, Laos, Kambodscha und Papua-Neuguinea gehören. Durch die Zusammenarbeit dieser Länder soll der wirtschaftliche Aufschwung gefördert werden.

ECO, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit, wurde 1985 ins Leben gerufen. Ihr gehören die Türkei, Pakistan und Iran an, seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Aserbaidschan und Afghanistan. Innerhalb dieses Bündnisses sind vor allem die reichen Bodenschätze einiger Länder hervorzuheben, außerdem kommen den Mitgliedsstaaten strategisch wichtige Positionen als Transitländer zu.

Durch die Gruppe der acht Entwicklungsländer, D-8, die 1997 gegründet wurde, soll die Stellung der Länder in der Weltwirtschaft durch neue Handelsbeziehungen verbessert werden. Zu diesem Bündnis gehören die asiatischen Länder Pakistan, Iran, Malaysia, Indonesien, Bangladesch und die Türkei.

Zusammen mit den USA und Australien hat Japan 1989 die APEC, die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet. Hierbei soll eine Freihandelszone entstehen, die alle Pazifik-Anrainerstaaten umfasst. Darin sollen bis 2020 nicht nur die Industrienationen, sondern auch die Entwicklungsländer beitreten.

Asien und die Landwirtschaft

Aufgrund der Größe Asiens, ganz besonders aber durch die Nord-Süd-Erstreckung, findet man nahezu alle Vegetationszonen. Angefangen von der polaren Tundra im Norden, bis hin zum tropischen Regenwald im Süden des Kontinents.

Somit ist auch klar, dass in einigen Bereichen des Kontinents keine Landwirtschaft betrieben werden kann, so zum Beispiel im Hochland von Tibet. Besonders in den Steppen Asiens spielt die Viehhaltung eine große Rolle. Die Arabische Halbinsel, große Teile Vorderasiens und Innerasiens werden vom Anbau von Baumwolle und Datteln geprägt. Weizen findet man von Westsibirien bis nach Kasachstan und in Ostchina. In großen Teilen Südasiens, ebenso wie in Südchina, wird Reis angebaut, ebenso wie Erdnüsse, Zuckerrohr und nicht zu vergessen, Tee. Das ärmste Land, Bangladesch, ist im Export von Jute Spitzenreiter. Rund ein Drittel der Einwohner leben von der Jutewirtschaft.

Das asiatische Straßennetz

Aufgrund der unterschiedlichen Vegetationszonen und der wirtschaftlichen Situation der Länder ist das Straßennetz mal mehr, mal weniger gut ausgebaut. Japan, Malaysia, Singapur, Südkorea, Israel und die Philippinen können auf ein funktionierendes Straßennetz zurückgreifen, in allen anderen Ländern kommt man mehr oder weniger gut von A nach B. Zwar werden gerade die Fernstraßen immer weiter ausgebaut, schon allein deshalb, um den Handel mit Waren zu gewährleisten, dennoch setzen viele Länder parallel auf einen weiteren Ausbau der Wasserstraßen. Und natürlich spielt die Luftfahrt eine wichtige Rolle, ebenso wie der Transport per Eisenbahn.