Geschichte
„Die Wiege der Zivilisation“ liegt in Asien, so sagt man. Vor rund 1,8 Millionen Jahren lebte der Homo Erectus in Asien, was Funde aus Georgien, China und Java belegen. In Indien wurden bei Attirampakkam Steinwerkzeuge gefunden, die rund 1,5 Millionen Jahre alt sind. Der Homo Erectus soll aus Afrika nach Asien gekommen sein und wurde später durch den Homo Sapiens, der auch aus Afrika gekommen ist ersetzt. Asien ist also schon früh mit einem Vorgänger der menschlichen Gattung besiedelt.
Um 100.000 vor Christus wurde es den anatomisch modernen Menschen in Ostafrika zu eng und sie wandern gen Osten.
Vor mindestens 50.000 Jahren, nach jüngeren Datierungen schon vor rund 65.000 Jahren, erreichen sie Australien, danach ging die Besiedlung Richtung Norden weiter. Spuren belegen, dass der Homo Sapiens um etwa 40.000 vor Christus das Innere von Südostasien erreicht.
Spätestens um 40.000 vor Christus ist er in China und etwa 26.000 vor Christus besiedelt der Mensch Nordostasien. Dass Asien lange auch von anderen Menschenformen bewohnt war, zeigen der 2003 auf Flores entdeckte Homo floresiensis und der Denissowa-Mensch, der 2010 anhand eines Fingerknochens aus einer Höhle im Altai nachgewiesen wurde.
Ab etwa 9000 vor Christus beginnt der Mensch im Vorderen Orient Landwirtschaft zu betreiben. Es wird vermutet, dass dies auf den Rückgang des Großwildes zurückzuführen ist. Schafe und Ziegen wurden domestiziert. Keramik gewann immer mehr Bedeutung. Erste Hochkulturen bilden sich. Städte werden errichtet und der Handel wird durch die Benutzung von Rädern und der küstennahen Schifffahrt belebt. Wissenschaft und Technologien entwickeln sich immer weiter. Eisen wird zum wichtigen Rohstoff. Große Reiche entstehen, das römische Reich hatte den gesamten Mittelmeerraum eingenommen und das persische Reich, das Maurya Reich, die Han Dynastie in China sind hier zu nennen. Siddhartha und Zarathustra brachten neue theologische Ansichten in die Reiche und wurden somit zu Religionsstiftern, die die Reiche stärken sollten.
Die Nomadenvölker in Zentralasien, die Turkvölker in Ost- und Zentralasien und die Mongolen waren bis ins 15. Jahrhundert auf dem Vormarsch. Danach entstanden die drei islamischen Großreiche der Osmanen, der Safawiden und Großmoguln. Mit der Ming Dynastie in China sind die Großreiche Asiens aus dieser Zeit benannt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden viele Landstriche die nur zur Kontrolle des Handels europäische Stützpunkte waren, unter europäische Kolonialherrschaft gestellt. Verschiedene Kriege und Revolutionen machen Asien zu dem was es heute ist.