Die Türkei ist ein Staat, dessen Gebiet sich sowohl auf dem westeuropäischen wie auch auf dem asiatischen Kontinent befindet.

Geographie & Bevölkerung

Das Land teilt sich seine Grenzen im Westen mit Griechenland und Bulgarien und im Osten trifft es auf Georgien, Aserbaidschan, Armenien, den Iran sowie den Irak und Syrien. Im Norden ist die Türkei vom Schwarzen Meer umgeben und der Süden liegt am Mittelmeer.

Auf einer Fläche von insgesamt etwa 815.000 km² leben rund 75 Millionen Menschen. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung lebt dabei in Städten wie der Hauptstadt Ankara. Größte Stadt mit mehr als 13 Millionen Bürgern ist allerdings nicht Ankara, sondern die Stadt Istanbul am Bosporus, deren Gebiet sich auf zwei Kontinente erstreckt.

Die Bevölkerung der Türkei setzt sich aus den unterschiedlichsten Ethnien zusammen, wobei eine genaue Differenzierung der Bevölkerungsanteile nicht möglich ist. Fest steht jedoch, dass der Großteil der Bürger türkischer Herkunft ist. Zudem gehören viele Menschen Minderheiten wie den Kurden, den Zaza, den Arabern, Albanern oder Bosnier an. Die Bewohner sprechen je nach Abstammung die Amtssprache Türkisch, Kurmandschi, Arabisch, Zazaisch, Aserbaidschanisch oder auch Bulgarisch. Darüber hinaus sind weitere Sprachen im Land vertreten.

Bezüglich der Religionszugehörigkeit zählen sich nahezu alle türkischen Bürger zum Islam. Allerdings gibt es auch kleine Minderheiten, die dem Christentum oder dem jüdischen Glauben angehören.

Geschichte

Die Geschichte der heutigen Türkei reicht weit bis in die Altsteinzeit zurück. Vor allem im 13. und 14. Jahrhundert galt das Osmanische Reich unter Osman I. Gazi in Europa als sehr mächtig. Im Laufe der Jahrhunderte kam es jedoch zu einigen Kriegen und zur Zersplitterung des Reiches.

1923 erfolgte dann die Gründung der Republik Türkei mit ihren heute bestehenden Grenzen. Es folgten Reformen im gesellschaftlichen Bereich, im Schulsystem sowie im Rechtssystem. Innenpolitisch sorgt der Kurdenkonflikt seit Jahrzehnten für Unruhen im Land.

Außenpolitisch ist das Land bestrebt, der Europäischen Union beizutreten. Hierfür hat es zahlreiche wirtschaftliche sowie politische Reformen für mehr Demokratie und Rechtstaatlichkeit in Angriff genommen. Problematisch ist zudem der Status der Insel Zypern, die in die Türkische Republik Nordzypern und die griechische Republik Zypern unterteilt ist, nachdem der Norden im Juli 1974 von türkischen Streitmächten besetzt wurde.

Wirtschaftlich liegt der Hauptfokus der Türkei im Dienstleistungsbereich. In den Ballungszentren wie beispielsweise im Großraum Istanbul oder in Ankara, der Hauptstadt des Landes, spielt auch die Industrie, insbesondere die Textil- und Automobilindustrie, sowie der Tourismus eine wichtige Rolle. Vor allem im Osten des Landes sind viele Bürger aber auch in der Landwirtschaft tätig, wenn auch diese gesamtwirtschaftlich nur noch einen kleinen Anteil ausmacht.

Kultur & Küche

Kulturell begeistert das Land durch eine ungemeine Vielfalt, die sich durch die Verschmelzung und den Einfluss verschiedener Kulturen in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat. Die türkische Literaturszene hat beispielsweise den Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hervorgebracht.

Im Bereich der Musik sind indische, arabische und persische Einflüsse zu spüren. Neben modernen Popmusikern wie Tarkan oder Mustafa Sandal ist in der Türkei auch die Folklore-Musik beliebt. Eines der traditionellen Instrumente ist die Saz, ein Zupfinstrument ähnlich der Gitarre. Die Volkslieder werden von den sogenannten Asik gespielt, die auch singen und Geschichten erzählen. Zudem werden begleitend je nach Region verschiedene Volkstänze aufgeführt.

Die türkische Küche steht ebenso unter dem Einfluss der verschiedensten Kulturen wie auch die Musik und der Tanz. Besonders berühmte türkische Gerichte sind Kebap, Börek, Köfte, Pilavlar, Manti und Lahmacun. Zudem kennt die türkische Küche viele kleine Vorspeisen, die sogenannten Meze, die begleitet von einem Schluck Raki bei einer richtigen Mahlzeit nicht fehlen dürfen. Beispiele hierfür wären Cacik oder Humus. Darüber hinaus werden in der Türkei sehr süße Desserts wie Baklava, Lokum oder Halva serviert.

Sehenswürdigkeiten

Wer die Türkei bereist, für den sind Sehenswürdigkeiten wie die Hagia Sophia, das Archäologische Museum in Istanbul, der Topkapi-Palast, die Ruinen der Stadt Troja, die Ruinen der antiken Stadt Ephesos sowie die Sultan-Ahmed-Moschee, die Selimiye-Moschee oder die Süleymaniye-Moschee ein Muss.

Auch für Strandurlaube ist das warme Klima der Türkei optimal. Am Mittelmeer eignet sich neben Bodrum und Antalya auch Alanya für entspannte Tage am Strand. Im Norden am Schwarzen Meer ziehen insbesondere die weniger touristisch beladenen Städte wie Sile, Amasra, Inebolu oder Trabzon Urlauber an.