Hauptstadt Malé

Malé ist die Hauptstadt der Malediven und liegt auf der gleichnamigen Insel
Zur Hauptstadt zählen auch die Inseln Villingili, Hulhumalé und Hulhulé. Die eigentliche Insel Malé ist nur knapp 2 km² groß, die gesamte Stadt hatte bei der Volkszählung 2022 rund 212.000 Einwohner, davon etwa 137.000 auf der Hauptinsel.
Malè liegt im Süden des Nord-Malé-Atolls und ist seit über 800 Jahren das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Malediven, was sie letztendlich zu einer der belebtesten Städte macht, die durchaus eine Reise wert ist, wenn man ein wenig Action mag.
Die Hauptstadt des Inselstaates gehört zu den dichtesten besiedelten Städten der Welt.
Auf der kleinen Fläche drängen sich zahlreiche Hochhäuser aneinander, was optisch gesehen ein wenig erschlagend wirken kann. Die Bevölkerungszahl hat sich im letzten Jahrhundert vervielfacht.
Heute leben rund 40 Prozent der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadt (Volkszählung 2022). Um mehr Lebensraum zu schaffen, wurde 1997 mit dem Bau der künstlichen Insel Hulhumalè begonnen.
2022 lebten dort bereits rund 66.000 Menschen, nach dem Ausbau der zweiten Phase sollen es einmal bis zu 240.000 werden. Seit 2018 verbindet die 1,4 km lange Sinamalé-Brücke Malé mit der Flughafeninsel Hulhulé und mit Hulhumalé, zuvor ging es nur per Fähre hinüber. Weitere künstliche Inseln rund um Malé sind in Planung oder im Bau.
In Malé befinden sich der Sitz der Regierung, zahlreiche Behörden, Krankenhäuser und höhere Schulen. Die Stadt ist gleichzeitig das Handels- und Versorgungszentrum der Malediven. Auf der Insel Hulhulé befindet sich der Velana International Airport, der bis 2017 Malé International Airport hieß und im Juli 2025 ein neues Terminal erhalten hat.
Mit dem Hafen von Malè ist die Hauptstadt zudem der Verkehrsknotenpunkt des Landes. Die meisten Besucher des Landes treffen hier ein und gelangen von Malè per Boot oder Wasserflugzeug in ihre Feriengebiete. Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten bei der Einreise kostenlos ein Touristenvisum für 30 Tage, vorab muss innerhalb von 96 Stunden vor der Reise die elektronische Traveller Declaration auf imuga.immigration.gov.mv ausgefüllt werden.
Auf den Malediven gibt es drei prächtige Moscheen. Zwei davon befinden sich in Malè. Die Hukuru Miskiiy Moschee wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Die goldene Kuppel, die das Stadtbild prägt, gehört dagegen zum 1984 eröffneten Islamischen Zentrum mit der größten Moschee des Landes.
Die Moschee, die auch Freitagsmoschee genannt wird, wurde aus Korallenblöcken gefertigt und beeindruckt durch ihre kunstvolle Architektur, die den einen oder anderen Blick in jedem Fall Wert ist.
Die Freitagsmoschee in Male von nattu (Flickr) [CC-BY-2.0 , via Wikimedia Commons
Die Aasaari humanaja Miskiiy Moschee wurde bereits im 12. Jahrhundert in der Regierungszeit vom ersten Sultan der Malediven erbaut, was sie sehr interessant für Geschichtsliebhaber macht.
Gegenüber der Hukuru Miskiiy Moschee befindet sich der Palast Muleeaage. Dieser Palast wurde 1906 für den Sohn des Sultans geplant, war nach Absetzung des Sultans für lange Zeit die Residenz des Präsidenten und ist es seit 2008 wieder.
Muliaage-Palast (auch Muleeaage) (A robustus at en.wikipedia [CC-BY-SA-3.0 , vom Wikimedia Commons)
Der Theemuge Palast diente bis 2008 als Residenz des Präsidenten, seither sitzt dort der Oberste Gerichtshof. Dieser Palast ist eine interessante Mischung aus moderner und traditioneller Architektur.
Sehenswert ist auch das Nationalmuseum, welche Ausstellungsstücke aus der Geschichte des Inselstaates beherbergt.
Dieses Museum wurde 1952 in einem Gebäudeteil des ehemaligen Sultan Palastes eingerichtet, 2010 zog es in einen Neubau im Sultan Park um, und auch hier bietet sich eine Menge interessantes Material für Geschichtsinteressierte.
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