Java gehört zusammen mit Sumatra, Kalimantan auf Borneo, Sulawesi und West-Papua zu den größten Inseln des indonesischen Archipels. Auf Java liegt die Hauptstadt Jakarta, und hier kommt der Reisende aus Europa in der Regel an, wenn er nicht eine Pauschalreise Bali gebucht hat.

Jakarta bildet zusammen mit den Nachbarstädten Bogor, Tangerang und Bekasi ein riesiges Konglomerat mit 28 Millionen Einwohnern unter dem Kunstnamen Jabotek, der sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Städte zusammensetzt.

Java liegt zusammen mit Sumatra und den kleineren Sundainseln im Osten im Sundagraben, einer Subduktionszone zwischen der Australischen und Asiatischen Platte. Java ist Teil des pazifischen Feuerrings mit einer Vielzahl von Vulkanen, die das einmalige Landschaftsbild der Insel prägen, aber Vulkan – Eruptionen, Erdbeben und Überschwemmungen breiten Java immer wieder verheerende Naturkatastrophen.

Java ist Jahrtausenden besiedelt, hier wurde der Javamensch (eine Unterart des Homo erectus) gefunden. Im Laufe der Jahrhunderte lösten sich hinduistische, Buddhistische undislamische Hochkulturen, die etliche historische Monumente wie die Tempelanlagen von Borobudur und ihre kulturellen Spuren hinterließen.

Prambanan Tempelanlagen

Prambanan Tempelanlagen (© Volker Haak – Fotolia.com)

Java setzt sich aus vier Provinzen und dem autonomen Sultanat Yogyakarta zusammen, Jakarta als Hauptstadt Indonesiens ist der regierung direkt unterstellt. Die wichtigsten Städten Javas sind Jakarta mit etwa 8,5 Millionen Einwohnern, Surabaya (2,5 Millionen), Bandung (1,7 Millionen), Semarang (1,3 Millionen), Bogor (880.000), Yogyakarta (660.000) und Surakarta (550.000).

Insgesamt bevölkern mehr als 127 Millionen Menschen die Insel Java, damit kommen mehr als 1.000 Einwohner auf dem qkm, eine der am dichtesten besiedelten Inseln der Welt. Die Zentralregierung versuchte den Bevölkerungsdruck zur reduzieren und begann in 1970er Jahren Javaner in dünn besiedelte Gebiete anderer Inseln umzusiedeln.

Das Transmigrasi – Projekt führte zu etlichen ethnischen und ökologischen Problemen und gilt im Nachhinein als weitgehend gescheitert.

Der Boden Javas ist vulkanischen Ursprungs und damit sehr fruchtbar. Außerhalb der städtischen Ballungszentren werden Reis, Mais, Kaffee, Gewürze und Gemüse angebaut. Noch kann Java damit seien Bewohner ernähren und sogar einige Nahrungsmittel exportieren. Die Reisfelder und Plantagen bieten ein satten grünen Kontrast zu den düster und bedrohlichen wirkenden Vulkanlandschaften rund um den Bromo, Semaru und Merapi und die vielen anderen Vulkane Javas.

 

Teeplantage - Indonesien

Teeplantage (© Volker Haak – Fotolia.com)

Noch gibt es auf Java einige unberührte Regenwaldgebiete, letzte Refugien einer artenreichen Fauna und Flora, z.B. im Bromo Tengger Semeru National Park rund um die Vulkane Bromo und Semeru oder der Ujung Kulon Nationalpark am Südwestende Javas.

Viele ursprünglich auf Java heimische Arten wie der Java-Tiger sind aber bereits ausgestorben.

Java wird als Reiseziel von europäischen Touristen bisher noch zu wenig wahrgenommen. Aber besonders Ostjava hat mit seinen Vulkanen und Nationalparks und Tempelanlagen und historischen Stätten einiges zu bieten und steht darin Bali oder Sumatra nah.

Zahlreiche Reiseveranstalter bieten daher solche Kombi – Reisen aus Ostjava und Bali an.