Südostasien

Östlich von Indien und südlich von China beginnt der Bereich auf dem asiatischen Kontinent, der auch als Südostasien bezeichnet wird. Er setzt sich aus elf Ländern zusammen, darunter zahlreiche Inselstaaten.

Zu Südostasien gehören heute folgende Länder: Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand, Osttimor und Vietnam. In diesen Ländern leben über 594 Millionen Menschen, mit 240 Millionen ist Indonesien der bevölkerungsreichste Staat in Südostasien. Die wenigsten Einwohner – obwohl nicht das kleinste Land – verzeichnet mit 400.000 Menschen Brunei.

Mit einer Fläche von knapp über 710 Quadratkilometern, was noch etwas kleiner ist als Hamburg, ist Singapur der kleinste Staat Südostasiens, dafür aber das Land mit der größten Bevölkerungsdichte, kein Wunder, handelt es sich hier doch um einen Stadtstaat. Hier leben knapp fünf Millionen Menschen, was bedeutet, dass auf einen Quadratkilometer über 7.000 Menschen kommen.

Geografische Merkmale Südostasiens

Bis auf Laos haben alle Länder Südostasiens Zugang zum Meer. Im Westen befindet sich der Indische Ozean, im Osten der Pazifik. Diese beiden Weltmeere sind auch die natürlichen Grenzen im Westen, Osten und Süden. Getrennt werden die beiden Ozeane von der Straße von Malakka, die zu einer der wichtigsten Seehandelsstraßen zählt. Weitere Meere, die zu Südostasien gehören, sind das Südchinesische Meer, der Golf von Thailand, die Javasee, die Timorsee, die Bandasee und die Arafurasee.

Im Norden bilden die Gebirgszüge des Garogebirges und des Khasigebirges in Indien, und die chinesischen Gebirgszüge in den Provinzen Yunnan, Hengduan Shan und Guangxi natürliche Abgrenzungen zu Südostasien.

 

Die Länder und ihre Besonderheiten

Der größte Inselstaat der Welt ist Indonesien. Auf über 17.500 Inseln findet man hier das Land, das bei der Bevölkerungsdichte Platz vier auf der Welt einnimmt. Knapp über 6.000 dieser Inseln sind bewohnt, die Hauptinseln sind Java, Sumatra, Borneo Neuguinea und Sulawesi.

Über 7.100 Inseln zählen die Philippinen. Die elf größten Inseln nehmen dabei mehr als 90% der gesamten Landfläche ein. Auf den Philippinen sind besonders viele aktive Vulkane zu finden, darunter der Pinatubo. Neben den zahlreichen Gebirgszügen – der höchste Berg ist mit 2.956 Metern der Apo – sind die Philippinen vor allem von tropischem Regenwald bedeckt.

Vietnam, das in etwa die Größe Deutschlands hat, hat eine langgezogene Küste, die mehr als 3.400 Kilometer beträgt. Neben einem schmalen Küstensaum, bei dem vor allem der Süden und die Mitte des Landes dicht besiedelt ist, findet man im Hochland und im Hinterland vor allem große Gebirgszüge, wie etwa das Annamitengebirge.

Singapur ist die kleinste Stadt Südostasiens und ist ein sogenannter Insel- bzw. Stadtstaat. Der Großteil der Insel besteht somit aus Stadtgebieten, große und bedeutende Landstriche gibt es daher nicht.

 

Südostasien und seine Religionen

In den Ländern Südostasiens sind viele religiöse Glaubensrichtungen vorhanden. Den Großteil macht mit rund 240 Millionen Menschen der Buddhismus aus. In Osttimor und auf den Philippinen herrscht das Christentum, vor allem der Katholizismus vor. Der Hinduismus ist vor allem auf Bali (Indonesien) zu finden. A

uch der Islam ist in Südostasien häufig anzutreffen, hier vor allem in Indonesien, Brunei und Malaysia. Und nicht zuletzt gibt es auch Anhänger des Konfuzianismus, vor allem in Singapur und in Malaysia.