flagge-japan-150Offizieller Name
: Japan
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Hauptstadt: Tokyo
Geografische Details: Japan besteht aus einer Inselkette an der Ostküste des asiatischen Kontinents.
Die Inselkette besteht aus den Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku, Kyushu und 6.848 weitere Inseln.

Einwohner: ca. 128,0 Millionen
Fläche ca. 377.835 km²
Sprachen: Japanisch (Amtssprache), Englisch (im Tourismus)
Religion: ca. 84% Shintoismus und Buddhismus, ca. 15% andere Religionen, davon
ca. 0,7% Christentum
Währung: Yen
Zeitzone: MEZ +8
Wichtigste Städte: Tokyo, Yokohama, Osaka, Sapporo, Kobe, Kyoto, Fukuoka, Nagoya

Flughäfen international: Narita Airport in Tokyo, Kansai Airport in Osaka, Chubu Centrair Airport in Nagoya
Klima: Regional stark unterschiedliches Klima; kalt gemäßigtes Klima im Norden mit kalten Wintern, subtropisches Klima im Süden mit warmen Wintern und heißen Sommern
Reisezeit: April-Mai und Oktober-November

Die Geografie Japans

Karte von Japan

Karte von Japan

Japan ist der viertgrößte Inselstaat der Welt und liegt im Pazifik. Die Inselkette erstreckt sich vor den Küsten Russlands und Koreas. Japan besteht 4 Hauptinseln und 6.848 kleinere Inseln. Die größte Hauptinsel ist Honshu in der Zentralregion Japans. Diese Insel wird auch als das Kernland Japans bezeichnet. In der fruchtbaren Kanto-Ebene liegt die Hauptstadt Tokyo, die grundsätzlich wohl eine der bekanntesten Städte ist.

Im Norden liegt die Hauptinsel Hokkaido, im Süden liegen die Hauptinseln Shikoku und Kyushu. Über die gesamte Inselkette verläuft von Nord nach Süd eine Gebirgskette, die mehr als zwei Drittel der gesamten Landfläche einnimmt. Lediglich 20 Prozent der Landfläche kann für Besiedlung, Industrie und Landwirtschaft genutzt werden.

Die höchste Erhebung in Japan ist der 3.776 m hohe Berg Vulkan Fujisan auf der Hauptinsel Honshu. Die Landfläche Japans grenzt im Nordwesten an das Japanischen Meer, im Osten an den Pazifik, im Westen an das Ostchinesischen Meer und im Süden an die die Philippinensee.

Die japanischen Inseln sind ein Teilstück des Pazifischen Feuerrings und liegen an der geologischen Bruchzone der Nordamerikanischen Platte im Norden, der Eurasischen Platte im Westen, der Philippinischen Platte im Süden und der Pazifischen Platte im Osten. Die ständigen Bewegungen der einzelnen Kontinentalplatten lösen Erdbeben und Vulkanausbrüche aus, die immer wieder die Welt in Atem halten.

In Japan gibt es täglich mehrere kleinere Erdbeben, die teilweise jedoch kaum zu spüren sind. In größeren Abständen folgen schwere Erdbeben, wie zum Beispiel 1995 das Erdbeben von Kobe oder 2011 das Tohoku-Erdbeben. Auf dem Pazifischen Feuerring gibt es etwa 240 Vulkane. 40 dieser Vulkane sind aktiv.

Die Stadt Tokyo ist die Hauptstadt Japans und liegt auf der japanischen Insel Honshu. Sie ist mit knapp 9 Millionen Einwohnern die größte Stadt Japans und ist das politische, wirtschaftliche, geistige und kulturelle Zentrum des Landes. Das Stadtgebiet war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie sich durch historische Funde zurückdatieren lässt. Die Gründung als Stadt geht in das 15. Jahrhundert zurück. Der historische Stadtkern wird durch den Kaiserpalast Kokyo geprägt, dessen Anblick sich immer wieder lohnt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der 333 m hohe Tokyo Tower, der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt. Zu weiteren Sehenswürdigkeiten zählen das Nationalmuseum von Tokyo, der Sea Life Park, der Meiji-Schrein oder der Tama-Zoo.

Die Stadt Yokohama ist eine der bedeutendsten Industrie- und Handelsstädte Japans. Die Stadt ist ein Teil des Ballungsgebietes von Tokyo und hat etwa 3,7 Millionen Einwohner. Yokohama ist nach Tokyo die zweitgrößte Stadt Japans. Die ideale Lage an der Bucht von Tokyo ließ Yokohama zu einem bedeutenden Umschlagplatz im internationalen Seehandel werden, was auch heutzutage natürlich noch der Fall ist. Sehenswert ist das Seidenmuseum, der Yamshita-Park am Hafen, der Landmark Tower, der Nogeyama-Zoo, der Sankeien-Park oder China-Town, was weltweit bekannt ist, auch wenn man es vielleicht selbst noch nicht zu Gesicht bekommen hat.

Die Großstadt Osaka ist mit knapp 2,6 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Japans und liegt im Westen der Hauptinsel Honshu im Kernland Japans. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Präfektur Osaka. Das Ballungsgebiet Kansai mit den Städten Osaka, Kyoto und Kobe ist mit über 17,5 Millionen Einwohnern eines der größten Metropolregionen der Welt. Sehenswert ist die Burg Osaka, ein durchaus interessantes und faszinierendes Bauwerk, der Aussichtsturm Tsutenkaku, der Shinto-Schrein Sumiyoshi, die Pagode am Shitenno-ji oder das Kabuki-Theater, welches ebenfalls einen spannenden Ruf besitzt.

Die Stadt Sapporo ist eine Stadt auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido. In der Stadt leben knapp 1,9 Millionen Einwohner. Damit ist Sapporo die größte und bedeutendste Stadt der japanischen Insel Hokkaido. Sapporo ist eine noch sehr junge Stadt. Das Wahrzeichen ist der Uhrenturm der landwirtschaftlichen Universität. Sapporo ist ein weltbekannter Wintersportort. 1972 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt. Eine Attraktion ist das jährliche Schneefest, was man durchaus einmal gesehen haben sollte.

Die Stadt Kobe ist eine moderne, internationale Stadt im Ballungsgebiet Kansai im Westen der Hauptinsel Honshu. Die Stadt liegt an der Bucht von Osaka und hat eines der größten und bedeutendsten Seehäfen Japans. Bereits im 8. Jahrhundert war der Ort als Handelsplatz mit China und weiteren Ländern bekannt und man hat sicherlich schon das eine oder andere Mal davon gehört. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Kobe Tower im Hafengebiet, das Maritime Museum, der Minatogawa-Schrein oder die Moschee von Kobe. – Insgesamt alles sehr sehenswerte Orte.

Die bekannte Stadt Kyoto liegt im mittleren Westen der Hauptinsel Honshu etwa 400 km südwestlich von der japanischen Hauptstadt Tokyo entfernt. Die Stadt bis Mitte des 19. Jahrhunderts über 1.000 Jahre kaiserliche Residenz und Sitz des kaiserlichen Hofes. Daher ist Kyoto eines der bedeutendsten Städte in der Geschichte und in der Kultur Japans, die man als Japaninteressierter grundsätzlich einmal gesehen haben sollte. Mit seinen zahlreichen historischen Bauten, Schreinen und Tempelanlagen ist Kyoto das beliebteste Touristenziel Japans. Eine große Anzahl der Bauwerke wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Bekannt ist die Tempelanlage Kinkaku-ji mit dem „Goldenen Pavillon“, der Kaiserpalast Kyoto Gosho oder die kaiserliche Shugakuin-Villa mit der Gartenanlage, die beide eine gewisse Faszination auf die Besucher ausüben.

Die Stadt Fukuoka ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern die achtgrößte Stadt Japan. Die Stadt liegt an der Nordküste der Hauptinsel Kyushu im Süden der japanischen Inselkette. Fukuoka ist die größte und bedeutendste Stadt der Insel Kyushu. Aufgrund der geografischen Lage war und ist die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zum asiatischen Festland.
Zahlreiche Tempelanlagen, Schreine und historische Bauten zeugen von der geschichtlichen Bedeutung Fukuokas und ziehen viele geschichtlich Interessierte an. Der Sumiyoshi-Schrein ist eines der bekanntesten Heiligtümer der Insel. Das Wahrzeichen von Fukuoka ist der 234 m hohe Fukuoka Tower.
Die Stadt Nagoya ist eine bedeutende japanische Hafenstadt auf der Hauptinsel Honshu am Pazifischen Ozean. Mit 2,2 Millionen Einwohnern ist Nagoya gleichzeitig die viertgrößte Stadt Japans. Nagoya ist aber auch ein Zentrum der Automobilindustrie und Hauptsitz des Konzerns Toyota, die als sehr große Unternehmen in Japan eine interessante Bedeutung haben. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Burg Nagoya aus dem 17. Jahrhundert, der Fernsehturm, der Atsuta-Schrein oder das Tokugawa-Museum.

Die Tier- und Pflanzenwelt Japans

Die Gebirgskette auf der japanischen Inselgruppe ist dicht bewaldet. Ihre Gipfel ragen zum Teil über die Baumgrenze hinaus. Fast 66 Prozent der Landfläche ist mit Wäldern bedeckt. Die japanische Rotkiefer ist die am häufigsten vorkommende Nadelbaumart. Aus dem Holz der Sicheltanne wurden die traditionellen japanischen Häuser gebaut, was man ihnen durchaus ansehen kann und den Häusern das gewisse Etwas verliehen hat.
Neben den Wäldern wird ein großer Teil der zur Verfügung stehenden Landfläche als Anbaugebiet für Kulturpflanzen genutzt. Die bedeutendste Kulturpflanze ist der Reis, der vor Jahrhunderten aus Korea eingeführt wurde und lange als wichtiges Grundnahrungsmittel galt. Weitere wichtige Kulturpflanzen sind Tee, Hirse, verschiedene Bohnen- und Gemüsesorten und Zitruspflanzen.
Trotz des engen Lebensraumes hat sich auf den japanischen Inseln eine Vielzahl von Tierarten entwickelt. In den heimischen Wäldern können Braunbären, Schwarzbären, Hirsche, Affen und Antilopen beobachtet werden. Allerdings führte die starke Besiedlung der Küstengebiete zum Aussterben einiger Säugetierarten. Dazu zählen einige Otterarten, der japanische Seelöwe oder der Honshu-Wolf, was sehr schade ist.
Auf den japanischen Inseln sind über 500 Vogelarten gezählt worden. Zudem ist Japan eine wichtige Zwischenstation für Zugvögel, die in Sibirien brüten und hier ihr Winterquartier finden. Der Buntfasan ist der Nationalvogel Japans. In den Städten sind besonders Krähen, Spatzen, Tauben und Schwalben verbreitet.

Die Küstengewässer bieten einen idealen Lebensraum für viele verschiedene Fischarten. Die Küstengebiete am nördlichen Teil der Hauptinsel Honshu gelten als die Artenreichster der Welt und üben daher bereits eine sehr große Faszination auf unterschiedlichste Menschen und natürlich vor allem Naturliebhaber aus.

 

Die Sehenswürdigkeiten in Japan

Der Itsukushima-Schrein ist eines der bedeutendsten Touristenattraktionen Japans. Dieser Schrein befindet sich auf der Insel Miyajima im Süden der japanischen Inselkette, die als heilig gilt und in der Vergangenheit von einfachen Bürgern nicht betreten werden durfte. Der Schrein wurde im 6. Jahrhundert errichtet und erhielt im 12. Jahrhundert sein heutiges Aussehen. Geschichtlich Interessierte sind immer wieder fasziniert.

Der Itsukushima-Schrein

Der Itsukushima-Schrein

Die buddhistische Tempelanlage Todai-ji in der südjapanischen Stadt Nara beherbergt die größte bronzene Buddhastatue Japans. Diese Tempelanlage wurde im 8. Jahrhundert errichtet und zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Die große Buddhastatue ist über 16 m hoch und ca. 452 t schwer. Auf der Anlage befindet sich der Schrein der Gottheit Hachiman, der als Schutzgott für den großen Buddha diente. Die Sehenswürdigkeit gehört zu einer der interessantesten Japans und ist stark beeindruckend.

buddhistische Tempelanlage Todai-ji

buddhistische Tempelanlage Todai-ji

In der Nähe von Nara befindet sich in der Stadt Ikaruga die buddhistische Tempelanlage Horyu-ji. Diese Anlage wurde etwa 600 n. Chr. errichtet und beherbergt neben zahlreichen nationalen Schätzen die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt. Zu den bemerkenswertesten Gebäuden zählen die „Goldene Halle“, die fünfstöckige Pagode, die Große Halle und die westliche Rundhalle. Seit 1983 zählt die Tempelanlage zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt die Burg von Himeji. Diese Burganlage besteht aus insgesamt 83 Gebäuden und ist eines der schönsten Burganlagen Japans. Die ersten Gebäude entstanden bereits im 14. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert erhielt die Anlage ihre heutige Form. Trotz der ungewöhnlichen Schönheit waren die Wehranlagen zur damaligen Zeit hoch entwickelt und galten als uneinnehmbar. Die Burg diente mehrmals als Filmkulisse und trägt aufgrund ihrer weißen Außenmauern den Beinamen „Weißer Reiher“.

Im Nordwesten der japanischen Stadt Kyoto befindet sich die buddhistische Tempelanlage Kinkaku-ji. Kinkaku ist die Bezeichnung für den „Goldenen Pavillon“ dieser Anlage, deren obere Stockwerke im Blattgold überzogen sind. Dieser Pavillon ist das Herzstück des Tempels und gilt als eines der bekanntesten historischen Bauwerke Japans. Erbaut wurde diese Tempelanlage im 14. Jahrhundert, die unterschiedliche japanische und chinesische Architekturen vereint.

Die Kii-Berge sind ein Bestandteil der gleichnamigen Halbinsel der Insel Honshu. Diese dicht bewaldete Gebirgsregion besteht aus 1.000 bis 1.200 m hohen zerklüfteten Bergen, die seit über 1.200 Jahren als heilig gelten. In diesem Gebiet befinden sich zahlreiche Heiligtümer des Shintoismus und es Buddhismus, die durch Pilgerpfade miteinander verbunden sind. Aufgrund der hohen Niederschlagsmenge gibt es in dieser Gebirgsregion zahlreiche Wasserfälle und Flussläufe. Am Seiganto-ji befindet sich der mit 133 m höchste Wasserfall Japans.

Nikko ist eine Stadt 140 km nördlich von Tokyo. Aufgrund der Vielzahl an historischen Baudenkmälern und Gebäude ist die Stadt ein touristisches Zentrum Japans. Der Nikko Tosho-gu ist einer der bekanntesten Schreine der Stadt. Dieser Schrein wurde im 17. Jahrhundert errichtet und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Fast unbemerkt befindet sich am heiligen Pferdestall eine weltberühmte Fassadenschnitzerei: Die Drei Affen, die nichts Böses sehen, hören und sagen. Diese sind weltweit bekannt und selbst in Deutschland ist die Bedeutung der Affen vollkommen klar.

Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit Japans ist der Kaiserpalast Kyoto Gosho, der bis zum 19. Jahrhundert für ca. 1.000 Jahre als Residenz des japanischen Kaisers diente. Neben der offiziellen Residenz gehören zum Palastgelände zahlreiche Gebäude und Hallen, die von einer Parkanlage umschlossen sind. Die Shishinden-Halle ist das Hauptgebäude des Palastgeländes und beinhaltet den Thron der japanischen Kaiser.

Feiertage in Japan

In Japan gibt es insgesamt 15 Feiertage, die gesetzlich verankert sind. An diesen Tagen bleiben öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Ämter, Büros oder Banken geschlossen. Auch der öffentliche Verkehr fährt nach gesonderten Fahrplänen, die man als Tourist in jedem Fall beachten sollte. Dagegen bleiben Geschäfte und Supermärkte ohne Einschränkung geöffnet, was sehr vorteilhaft ist, wenn man nicht darauf vorbereitet ist, was allerdings grundsätzlich besser wäre.

Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist der kommende Montag ebenfalls ein Feiertag und auch dies gilt als natürlich zu beachten, wenn man sich als Gast in Japan aufhält. Wie auch in anderen Ländern gibt es auch in Japan Feiertage, die nicht an ein festes Datum gebunden sind, über diese muss man sich dann explizit erkundigen. Die meisten Feiertage sind jedoch einem unveränderten Datum zugeordnet. Neben den gesetzlichen Feiertagen gibt es noch eine große Anzahl an Gedenk- und Festtagen, zu denen unterschiedliche Veranstaltungen stattfinden können.

Zu den wichtigsten gesetzlichen Feiertagen zählen der Gedenktag der Staatsgründung am 11. Februar, der 23. November als der Tag der Arbeit und der 23. Dezember als Geburtstag des Kaisers. Besonders freundlich ist die so genannte „Goldene Woche“. Vom 29. April bis zum 5. Mai folgen kurz hintereinander 4 Feiertage. Dazu zählen der Tag des Grüns am 29. April oder der Tag der Nation am 4. Mai. Am 3. Mai ist der Verfassungsgedenktag und am 5. Mai ist Kindertag. Viele Japaner nutzen diese Woche für einen kurzen Urlaub und zu Besuchen verschiedener Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten.

Wissenswertes für Reisende

In der Regel erfolgt für europäische Touristen die Anreise nach Japan per Flugzeug. Zu den drei wichtigsten Flughäfen mit internationalen Verbindungen zählen der Narita Airport in Tokyo, der Kansai Airport in Osaka und der Chubu Centrair Airport in Nagoya. Das Reisen innerhalb des Landes ist kein Problem. Neben den Inlandflugverbindungen ist die Bahn unumstritten das beste Verkehrsmittel innerhalb Japans.

Die Züge sie pünktlich, schnell und sicher. Empfehlenswert für Besucher ist der sogenannte „Japan Rail Pass“, der unbegrenzt viele Fahrten in fast allen Zügen erlaubt. Für die Einreise nach Japan müssen Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kein Visum beantragen. Nach dem Ausfüllen eines Einreisedokumentes und der Abgabe des Fingerabdruckes, sowie der Erstellung eines Fotos wird ein Touristenvisum für 90 Tage ausgestellt. Dieses Visum kann bei Bedarf um weitere 3 Monate verlängert werden.

Die Japaner legen besonderen Wert auf ihre gesellschaftliche Etikette. Sie sind dabei sehr bemüht, einen positiven Eindruck zu hinterlassen und dies sollte man auch als Besucher in diesem Land respektieren und für sich selbst während des Aufenthalts übernehmen, wobei dies im Grunde eigentlich selbstverständlich ist. Die Japaner gelten als außerordentlich hilfsbereit und zuvorkommend. Besucher und Touristen erhalten einen ausgezeichneten Service, den sie sicherlich so schnell nicht wieder vergessen werden. In den touristischen Zentren wird neben japanisch auch englisch gesprochen, was die Kommunikation im Wesentlichen erleichtert.

Individualreisende sollten sich allerdings über die grundlegenden Verhaltensweisen informieren und über einige japanische Sprachkenntnisse verfügen, damit sie tatsächlich auch überall so durchkommen und dies möglichst ohne Probleme. Die Verständigung außerhalb der Ballungsgebiete könnte sonst schwierig werden, da meist nur die jüngeren Japaner englisch sprechen.

Zu den wichtigsten Verhaltensregeln ist die Begrüßung. Händeschütteln ist eher unüblich. In Japan verbeugt man sich zur Begrüßung, als Danksagung oder als Entschuldigung. Blickkontakt ist dabei nicht üblich. Visitenkarten sollten gut lesbar mit beiden Händen übergeben werden. Auch die Entgegennahme einer Visitenkarte erfolgt mit beiden Händen. Besucher bringen kleine Geschenke mit. Dabei sind Süßigkeiten angebrachter als Blumen. Ausländische Gäste bringen am besten etwas aus der Heimat mit, was freudig entgegen genommen wird.

In Restaurants und Privathäusern werden die Schuhe ausgezogen. Trinkgelder sind in Japan nicht üblich. Sitzt man auf dem Boden, schlägt man die Beide übereinander, damit die Fußsohlen verborgen bleiben. Es ist unhöflich, sich in der Öffentlichkeit die Nase zu putzen. Auch das Rauchen ist in der Öffentlichkeit nicht gern gesehen und sollte möglichst unterlassen werden. Andersfarbige Sitzplätze in Bussen oder Bahnen sind für ältere Menschen reserviert, was grundsätzlich berücksichtig werden sollte. In öffentlichen Verkehrsmitteln wird nicht telefoniert. Dagegen ist SMS verschicken und anzunehmen sehr verbreitet.
In Japan wird in der Regel mit Bargeld bezahlt. Kreditkarten sind in Japan weniger üblich und werden lediglich in großen Hotels oder Kaufhäusern akzeptiert. Am einfachsten ist es, mit der EC-Karte an den Geldautomaten der Japanischen Post Bargeld abzuheben. Diese Automaten sind über das ganze Land weit verbreitet. Allerdings ist die Zugänglichkeit auf die Öffnungszeiten der Postfilialen beschränkt.

Japan ist grundsätzlich ein sicheres Reiseland und hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten aller Industrieländer. Tokyo gilt als die sicherste Großstadt der Welt. Übergriffe auf Touristen sind sehr selten und müssen daher in keiner Weise gefürchtet werden. Selbst nachts gelten die Nebenstraßen als sicher. Auch das Alleinreisen ist in Japan kein Problem. Trotzdem sollten sich Reisende vor Antritt der Reise über bestehende Sicherheitswarnungen informieren. Denn dies sollte grundsätzlich zu den Reisevorbereitungen gehören, ganz gleich wohin mal in den Urlaub fährt.

Bedingt durch die geografische Lage kann es zu Erdbeben, Taifunen oder Vulkanausbrüchen kommen. Die Japaner haben aber gelernt, mit diesen Naturgewalten zu leben. Sie besitzen das beste Frühwarnsystem der Welt. Zudem sind Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel den Gegebenheiten angepasst. In regelmäßigen Trainingsmaßnahmen wird die Bevölkerung auf Krisensituationen vorbereitet. Sicher geht von diesen Naturgewalten auch eine gewisse Gefahr für Touristen aus. Allerdings sollte man bedenken, dass aufgrund der Kürze des Aufenthaltes im Land die Wahrscheinlichkeit einer Naturkatastrophe zu diesem Zeitpunkt stark sinkt.

 

Anreise & Verkehr

Da Japan ein Inselstaat ist, kann man die Inseln nur mit Schiffen oder Flugzeugen erreichen. Da der Platz in Japan sehr knapp ist, wurden verschiedene Flughäfen auf künstlichen Inseln im Meer errichtet. Die größten Flughäfen sind Tokio-Haneda, Tokio-Narita, Kansai und Chübu.

Die letzten beiden liegen auf künstlichen Inseln. In Kitakyüshü und bei Köbe entstehen auch zwei Flughäfen auf künstlichen Inseln. Von Narita, Kansai und Chübu werden internationale Flugverbindungen angeboten. Der Fukuota Flughafen auf der Insel Kyushu bietet Flüge in andere asiatische Länder an und ist daher auch sehr wichtig. Flüge innerhalb Japans gehen meistens von 4 verschiedenen Flughäfen ab. Der Naha Airport in Okinawa, der Haneda Flughafen in Tokio, der Chitose Flughafen in Sapporo und der Itami Airport in Osaka verbinden die einzelnen Landesteile miteinander. Leider sind die regionalen Flüge sehr teuer, aber es gibt viele Discountflüge, die speziell für Touristen angeboten werden.

China, Taiwan, Korea und Russland verfügen über gute Schiffsverbindungen nach Japan. Die größten Häfen dort sind Hiroshima, Hakata, Naha, Niigata, Shimonoseki, Wakkanai, Tsushima, Osaka, Nagoya, Fushiki und Kobe. Schiffsreisen sind aber in der Regel recht teuer, wer es etwas preiswerter möchte kann bei den einzelnen Reedereien nachfragen, ob man als Passagier auf einem Frachtschiff mit fahren kann. Diese Möglichkeit lassen sich die Reedereien aber auch gut bezahlen, so dass man gut vergleichen muss.

Wer gar kein Flugzeug benutzen möchte braucht sehr viel Zeit. Man braucht etwa 3 Wochen für die Reise nach Japan. Man kann von Moskau aus mit der transsibirischen Eisenbahn nach China kommen und von dort ein Schiff nehmen. So eine Reise ist bestimmt sehr interessant, benötigt aber auch genügend Vorbereitung. Wer nicht mit dem Flugzeug reist, braucht für viele Länder Transitvisen, und diese zu beschaffen ist mit viel Aufwand verbunden. Man sollte sich schon gut überlegen, ob man bei einer Japanreise auf das Flugzeug verzichten möchte.

 

Hotels & Übernachtungsmöglichkeiten

Unterbringungsmöglichkeiten gibt es sehr viele in Japan. Man findet Luxushotels genauso, wie sogenannte Capsuleshotels. Letztere sollte man gesehen haben. Wer unter Platzangst leidet, sollte diese Art von Hotel jedoch meiden. In einem Capsuleshotel befinden sich in einem Raum mehrere Schlafkapseln. Das sind eigentlich nur Betten. Sie sind etwa ein mal zwei Meter groß. In den Kapseln gibt es je nach Ausstattung nur Nachttische oder aber auch Fernseher, Radios und Telefone. Diese Unterbringungsmöglichkeit ist relativ preisgünstig. Jedoch darf man nicht tätowiert sein, wenn man in einem solchen Hotel übernachten möchte. Aber auch Frauen haben wenig Chancen in einem Kapselhotel unter zu kommen.

Wichtig ist, wenn man in einem solchen Hotel übernachten möchte, dass man sich vorher über die richtigen Verhaltensweisen dort informiert. In der Regel findet man in diesen Hotels richtige Wellness Oasen, mit Saunen und Massagesesseln. Diese Hotels wurden als günstige Übernachtungsmöglichkeit für Geschäftsreisende erfunden. In der Kapsel findet man keinen Platz für das Gepäck, dieses wird in Schließfächern untergebracht.

Wer in Japan auf traditionelle Art übernachten möchte, sollte eine Ryokan wählen. Man findet diese Art von Hotel meistens auf dem Lande. Ryokan bedeutet in der Übersetzung Reisegasthaus. Es ist für westliche Verhältnisse eher spartanisch eingerichtet. Es gibt einen Tisch und Sitzkissen und einen Schrank, in dem man die Futons findet. Die Böden sind in der Regel mit Tatamimatten ausgestattet. Meistens findet man bei der Ankunft eine Kanne grüner Tee und eine regionale Süßigkeit auf dem Tisch. Am Abend wird der Tisch weggeräumt und an dieser Stelle werden die Futons ausgelegt. Mindestens ein Baderaum findet sich in jedem Ryokan.

Oft findet man Ryokans an Stellen an denen heiße Quellen entspringen, die gesundheitsfördernde Kräfte haben sollen. Meistens ist das Frühstück und das Abendessen im Preis enthalten, man kann aber ein Ryokan auch ohne Mahlzeiten buchen. Die Mahlzeiten sind meistens sehr üppig und verdoppeln oft den Preis für die Übernachtung.
Man findet aber auch Hotels mit westlichem Standard in Japan.

Klima

Das Klima in Japan ist sehr unterschiedlich, da sich die japanischen Inseln in einem weiten Bogen von 20. bis zum 45. Breitengrad erstreckt. Von subtropisch bis kalt gemäßigt ist sehr viel vorhanden. Auch hier, wie in China, ist der Monsun für viele klimatische Verhältnisse verantwortlich. Im Süden und Südwesten treten im Frühsommer sehr viele Taifune auf. Die meisten Wirbelstürme treffen statistisch gesehen im September auf Japan. 1959 fanden über 5000 Menschen den Tot, bei dem stärksten jemals aufgezeichneten Taifun. Aufgrund der starken Winde ist Japan sehr stark von Umweltverschmutzung betroffen. Ende Juni und Anfang Juli fällt der meiste Regen.

Man kann Japan in sechs verschiedene Klimazonen einteilen. Auf der Insel Hokkaido gibt es lange kalte Winter bei denen es oft zu Schneeverwehungen kommt. Im zentralen Hochland regnet es nur sehr selten, dafür sind die Temperaturunterschiede im Sommer und im Winter, genauso wie bei Tag und Nacht, sehr hoch. Am japanische Meer herrscht häufiger Föhn als am Pazifik. Im Winter hat man aufgrund der Nordwestwinde sehr starken Schneefall. Im Sommer ist es deutlich kühler als in der Region am pazifischen Ozean. Dort gibt es kalte Winter ohne viel Schnee und im Sommer ist es am Pazifik heiß und trocken. Am Seto Inlandssee herrscht ganzjährig ein sehr mildes Klima, da die Berge den Wind aufhalten. Auf den Nansei Inseln gibt es regelmäßig Taifune, das subtropische Klima sorgt für milde Winter und heiße Sommer.

Durch die unterschiedlichen Klimazonen kann man zum Beispiel im März im Norden Ski laufen und im Süden in der Sonne liegen. Die beste Zeit eine Japanreise anzutreten ist der Frühling. Zur Zeit der Kirschblüte ist es in Japan besonders schön. Die Temperaturen sind im Durchschnitt bei 14 Grad und somit recht mild. Aber auch der Herbst bietet sich als Reisezeit an. Die Laubfärbung in Japan in den Monaten September bis November ist äußerst reizvoll und sehenswert.

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