Geografie Chinas

Die Volksrepublik China ist ein Staat in Ostasien und grenzt an insgesamt 14 Staaten (Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei, Nordkorea). Die Hauptstadt ist Peking.

Die natürlichen Grenzen bilden im Osten und Süden das Gelbe Meer, das Ost- und Südchinesische Meer, Hochgebirge im Westen und Nordosten sowie Steppe im Norden. Vom Norden nach Süden beträgt die Ausdehnung 4.500 km und vom Westen nach Osten 4.200 km.
An der Grenze zu Nepal befindet sich der höchste Berg Chinas. Der Mount Everest im Himalaya ist mit 8.848 Metern gleichzeitig der höchste Berg der Erde. Mit rund 6.300 km ist der Jangtsekiang der längste und der bedeutendste Fluss der Volksrepublik China. In China leben mehr 1,336 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Das chinesische Festland hat eine Fläche von mehr als 9,5 Millionen km² und wird grob in 3 Gebiete unterteilt.

Der Osten Chinas wird durch Ebenen, große Deltagebiete, Küstenlandschaften und Mittelgebirge mit einer Erhebung bis zu 500 Metern geprägt.

In den Deltagebieten enden Chinas wichtigste Flüsse. Zu denen gehören neben dem Jangtsekiang der Huanghe (Gelber Fluss) und der Xi Jiang. In den fruchtbaren Ebenen leben etwa 90 Prozent aller Einwohner des Landes.

Neben der Hauptstadt liegen hier auch Chinas bedeutendste Städte wie zum Beispiel Shanghai, Chongqing oder Xi’an sowie die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao.
Der mittlere und nördliche Teil Chinas bestehen aus zahlreichen Gebirgen mit großen Hochebenen und Becken sowie Steppengebieten. Die Berge sind bis zu 2.000 Meter hoch.

Der Westen Chinas ist durch Hochgebirge und Hochebenen gekennzeichnet. Das größte Gebirge Chinas ist das Himalaya Gebirge. Nördlich der Hochgebirge und Hochebenen schließen sich trockene Wüsten- und Steppengebiete an.
Die Landfläche Chinas besteht aus 36 Prozent fruchtbaren Ackerland, 24 Prozent Graslandschaft, 9 Prozent Wald und 2 Prozent Feuchtgebiete sowie 21 Prozent Wüste und 6,5 Prozent Ödland. Die Städte nehmen in China 1,5 Prozent der Fläche ein.

 

 

Städte in China

Peking ist die Hauptstadt der Volksrepublik China. Die Stadt ist in etwa so groß wie Schleswig-Holstein. Im Verwaltungsgebiet von Peking leben etwa 17,6 Millionen Menschen. Das Gebiet stellt kein zusammenhängendes Stadtgebiet dar und ist mit einer Provinz vergleichbar. In der Kernstadt mit seiner hohe Bebauungsdichte leben etwa 7,7 Millionen Menschen. Die ehemalige Kaiserstadt ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes. Sehenswert ist der Tian’anmen-Platz, der auch als Platz des himmlischen Friedens bekannt ist.

Die Verbotene Stadt ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit China und wurde 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannte. Einen Besuch wert sind auch der alte und der neue Sommerpalast im nahen Stadtgebiet von Peking, die für Besucher garantiert unvergesslich sind. Denn China bietet einen unglaublichen Umfang an Kultur und diese Paläste sind nur ein Beispiel der unglaublichen Baukunst, die man sicherlich dauerhaft im Gedächtnis behalten wird.

Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt Chinas. Im gesamten Verwaltungsgebiet leben 19,2 Millionen Menschen. Shanghai ist eine regierungsunmittelbare Stadt und direkt der Zentralregierung unterstellt. Die Stadt liegt an der Mündung des Jangtsekiang, der im Ostchinesischen Meer endet. Shanghai ist eine modernste chinesische Stadt, die westliche Züge trägt.

Für viele Touristen gehört der Bund zum Pflichtprogramm. Der Bund ist eine 2,6 km lange Uferpromenade mit zahlenreichen prächtigen Bauten und einen wunderschönen Blick auf die Skyline der Stadt. Ein atemberaubender Anblick, der man schon auf Fotos bemerkt und der in Natura noch weit beeindruckender ist, so dass man ihn sicherlich so schnell nicht vergessen wird und vielleicht auch selbst auf Fotos bannen möchte.

Chongqing ist eine bedeutende Millionenstadt Chinas. Sie liegt auf einer Halbinsel im Mündungsgebiet des Jailing in den Jangtsekiang in Zentralchina. Die Stadt ist mit ihrem gesamten Gebiet etwa so groß wie Österreich und ist somit die größte Stadt der Welt, was sehr beeindruckend ist. Chongqing blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sehenswert sind der Luohan Si Tempel oder die berühmten Felsenskulpturen von Dazu. Eines der bekanntesten Naturdenkmäler am Jangtsekiang sind die „Drei Schluchten“, sie sich in der Nähe von Baidicheng befinden. Für historisch Interessierte, bietet sich hier eine unglaubliche Fülle von Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Ein Reiseführer, der diese Geschichte behandelt kann durchaus hilfreich sein.

Die Metropole Hongkong ist eine chinesische Sonderverwaltungszone mit ca. 7 Millionen Einwohnern an der Südküste der Volksrepublik. Das Gebiet besteht aus einer Halbinsel und 262 Inseln. Kowloon und Hong Kong Island sind die wichtigsten Stadtgebiete. Das Finanz-, Wirtschafts- und Kulturzentrum von Hongkong wird als Central bezeichnet und liegt im nördlichen Teil von Hong Kong Island.

Sehenswert ist der Victoria Peak, Hongkongs Hausberg, von dem man einen wunderschönen Blick auf die Metropole hat. Seit 1885 befördert die berühmte Peak Tram Besucher auf den Berg. Diese Tour sollte man sich, wenn man ohnehin in der Nähe ist, keinesfalls entgehen lassen.

Macao ist eine ehemalige portugiesische Kolonie, die heute als Sonderverwaltungszone zu China gehört. Ursprünglich bestand Macao aus drei Inseln. Durch Landaufschüttung wurden 2 Inseln zusammengelegt und die Insel Macao mit dem Festland verbunden. Macao ist zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Der Tourismus und das Glücksspiel sind die Haupteinnahmequellen. Macao ist heute mit Las Vegas oder Monte Carlo vergleichbar und bietet Glücksrittern eine Menge Action, die man sonst tatsächlich nur in den USA findet und so schnell nicht aus dem Gedächtnis verbannen wird.

Nanjing ist die Hauptstadt der Provinz Jiangsu und ist nach Shanghai die zweitgrößte Stadt Ostchinas. Die Stadt liegt am Beginn des Deltagebietes des Jangtsekiang. Im Stadtgebiet leben etwa 5,4 Millionen Menschen. Nanjing gehört zu den ältesten Städten Chinas und greift auf eine sehr lange Geschichte zurück. Mehrmals war sie Hauptstadt des Landes. Sehenswert ist die im 14. Jahrhundert errichtete Stadtmauer, die mit ihrer Länge von 35 km die längste Stadtmauer der Welt ist. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die Purpur-Berge und der Trommelturm Gulou. Auch wenn sie sich in den heutigen Zeiten nicht mehr als Hauptstadt verdient macht, bleibt sie jedoch unvergessen.

 

Katholische Kirche von Qingdao - China

Qingdao ist eine Hafenstadt an der chinesische Ostküste in der Provinz Shandong am Unterlauf des Gelben Flusses.

Im 19. Jahrhundert war die Stadt ein deutscher Kolonialhandelsplatz, wovon noch heute einige historische Bauten zeugen, die geschichtlich interessierten einen interessanten Anblick bieten.
Bekannt ist der alte Bahnhof von Qingdao, die ehemalige Residenz des deutschen Gouverneurs oder die katholische Kirche.

Qingdao ist zudem ein bedeutender Badeort in China und wurde von den Deutschen auch das „Neapel am Gelben Meer“ genannt.

 

 

Suzhou ist eine kleine Millionenstadt 100 km westlich von Shanghai. In der Geschichte war diese Stadt ein wichtiger Handels- und Handwerksplatz. Suzhou ist auch als Seidenhauptstadt bekannt. Viele historische Gebäude zeugen vom ehemaligen Reichtum der Stadt und liefern beeindruckende und unvergessliche Bilder.

Die UNESCO hat einige Parkanlagen zum Weltkulturerbe erklärt und die gesamte Innenstadt unter Schutz gestellt.
Sehenswert in Suzhou ist das Seidenmuseum, der Garten Wangshi Yuan oder der Tempel Xuanmiao Guan. Die Stadt wird von vielen kleinen Kanälen durchzogen und wird von vielen als das „Venedig des Ostens“ genannt, was sie zu einem atemberaubenden Erlebnis macht.

 

Terrakotta Krieger - Xi’anXi’an ist die Hauptstadt der Provinz Shaanxi in Zentralchina. Die Stadt war in der Qin-Dynastie die erste Hauptstadt des chinesischen Kaiserreiches. Xi’an ist der Ausgangspunkt der Seidenstraße und besitzt ein fast vollständig erhaltene Stadtmauer.

Weltbekannt ist die Stadt durch das Mausoleum Qin Shihuangdis mit der berühmten Terrakotta-Armee. Diese gilt wohl als der größte und unglaublichste Fund der chinesischen Geschichte und kann teilweise von Besuchern besichtigt werden.

Sehenswert ist auch die große Wildganspagode oder große Trommelturm.

Tier- und Pflanzenwelt Chinas

In der Volksrepublik China gibt es etwa 6.300 Wirbeltierarten. Das sind mehr als 10 Prozent aller Wirbeltierarten der Welt, was an sich bereits beeindruckend ist. 2.469 Wirbeltierarten leben in China an Land. Der überwiegende Teil davon sind Vogelarten. Zudem wurden 3.862 Fischarten gezählt. Neben den Wirbeltieren gibt es hunderttausende wirbellose Tierarten mit etwa 150.000 Insektenarten. Zu den besonders gefährdeten Tierarten gehören der große Pandabär, der südchinesische Tiger oder der chinesische Flussdelphin, der als fast ausgestorben gilt.

Vom Pandabär gibt es in China nur noch 1.600 Exemplare. Daher werden auch in Deutschland Spenden zur Rettung dieser Tiere gesammelt und man findet eine entsprechende Panda-Aufzuchtstation in Chengdu, die hier ganze Arbeit leistet.
Hinter Brasilien und Malaysia liegt China mit 30.000 höheren Pflanzenarten auf dem 3. Platz weltweit. Dazu zählen etwa 8.000 Holzgewächsarten mit allein 2.000 Baumarten. Zudem gibt es in China 2.000 essbare Pflanzenarten. 3.000 Pflanzenarten werden für medizinische Zwecke genutzt. Bekannte Arten sind Ginseng, Saflor, Bocksdorn und Notoginseng, die wichtige Bestandteile der traditionellen chinesischen Medizin sind, die auch hierzulande als äußerst wirksam gilt. Beliebt sind auch die vielfältigen Zierpflanzenarten. Dazu zählen die farbenprächtigen Pfingstrosen oder Rhododendrenarten.

Das Klima in China

Das Klima ist in China geografisch bedingt sehr vielfältig. Insgesamt gibt es 18 verschiede Klimazonen.
Das Kontinentalklima im Westen, Norden und Nordosten sorgt für sehr kalte Winter und heiße Sommer. Besonders im Nordosten des Landes sind die Winter sehr kalt und trocken. Der Schnee fällt bereits im November und bleibt 6 Monate liegen. Der Sommer hingegen ist warm und im Juli/August schwül warm. Große Teile des Nordwestens und Zentralchinas werden durch das trockene Wüsten- und Steppenklima bestimmt.
Ein gemäßigtes Klima im Osten bringt einen kühlen Winter. Der Frühling und der Herbst sind bedeutend länger und angenehmer als im Norden oder Nordosten. Im Sommer wird es heiß, regnerisch und schwül.
Teile des Ostens und der Süden Chinas liegen unter dem Einfluss vom subtropischen bzw. tropischen Klima mit langen, heißen Sommern und kurzen Wintern. Das subtropische Klima im Osten und Südosten bringt milde und trockene Winter. Der Sommer ist tropisch heiß mit vielen Niederschlägen.
Teile des Südostens und der Süden unterliegen tropischen Klima. Im Winter fallen die Temperaturen kaum unter 20 C°. Der Sommer ist schwül heiß mit vielen Regentagen.
Das Hochgebirgsklima ist durch hohe Temperaturunterschiede gekennzeichnet. Im Winter wird es in den Nächten sehr kalt. Tagsüber scheint fast immer die Sonne und die Temperaturen steigen über dem Gefrierpunkt an. Der Sommer wird mild und regnerisch aber damit keinesfalls unangenehm. Das Klima, kann je nach Jahreszeit durchaus angenehm sein und Touristen können sich sehr schnell daran gewöhnen.

Sehenswürdigkeiten

Die Verbotene Stadt gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chinas und befindet sich im Zentrum der Hauptstadt Peking (Lesetipp: Reiseführer Peking). Als Machtsymbol der chinesischen Kaiser ist sie ein architektonisches Meisterwerk chinesischer Kultur und findet auf mystische Weise bereits in vielen verschiedenen Filmen Erwähnung. Bis 1911 lebte und regierten in der Verbotenen Stadt chinesische Kaiser der Ming und Quing Dynastie. Das einfache Volk hatte keinen Zutritt. Der Kaiserpalast wurde 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. In der heutigen Zeit sieht das jedoch anders aus.

Zu den meistbesuchten Abschnitten der Chinesische Mauer gehört der restaurierte Mauerabschnitt bei Badaling 70 km nördlich von Peking. Die ersten Befestigungen zum Schutz gegen die nomadischen Reitervölker entstanden bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. Der Mauerabschnitt bei Badaling wurde mit staatlichen Mittel restauriert und wird heute von Millionen Touristen besichtigt. Sie gehört wohl zu den berühmtesten Bauwerken des Landes.

Der Bund ist eine 2,6 km lange Uferpromenade in der Stadt Shanghai. Sie besteht aus einer breiten Fußgängerpromenade mit 52 Bauten unterschiedlicher Architekturstile und zählt zu den Hauptattraktionen von Shanghai. Von der Promenade aus haben Besucher einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline der Stadt, die ein faszinierendes Motiv für leidenschaftliche Fotografen bietet.
Der Kaiserkanal von China ist die größte und längste künstliche Wasserstraße der Welt und verband den Norden mit dem Deltagebiet des Jangtsekiang im Süden. Der Kanal ist insgesamt 1.800 km lang und 40 m breit. Über Jahrhunderte war dieser Kanal die wichtigste Versorgungsader für Peking.
Weltberühmt ist die Terrakotta-Armee im Mausoleum Qin Shihuangdis in der Nähe der Stadt Xi’an, um die sich sehr viele Geschichten ranken. Dieser Fund war eine Weltsensation und gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Chinas, die für Besucher unvergesslich ist. Diese auf diese Weise dargestellte Armee besteht aus 7.278 verschiedenen Soldaten mit Pferden, Kriegswagen und Waffen. Rein zufällig wurde die Terrakotta-Armee bei Brunnenbohrungen 1974 entdeckt. Sie gilt als einer der größten und faszinierendsten Funde Chinas.

Der Tianan’men Platz im Zentrum der Hauptstadt Peking ist der größte befestigte Platz der Welt und wird auch als „Platz des himmlischen Friedens“ bezeichnet. Dieser Platz befindet sich unmittelbar an der Verbotenen Stadt und war bis 1911 öffentlich nicht zugänglich. Auf dem Platz befindet sich das Denkmal für die Helden des Volker und das Mausoleum von Mao Zedong.
In der Stadt Chengdu befindet sich eine große Panda Aufzuchtstation. Dieses Zentrum wurde 1987 errichtet und beschäftigt sich mit dem Schutz dieser bedeutenden Tierart. Dieses Naturschutzgebiet umfasst 600 ha Land und wurde speziell den Bedürfnissen der Pandabären angepasst. Neben den seltenen Tieren und der schönen Landschaft können Besucher auch ein Museum besichtigen. Ein Besuch dort, kann einen wunderbaren Einblick in Schönheit dieser Tiere bieten.

Der Victoria Peak ist Hongkongs bekanntester Berg und gleichzeitig eines der die bedeutendsten Ausflugsziele der Stadt. Vom Aussichtsturm Victoria Tower haben Besucher einen schönen Ausblick auf Hongkong. Dieser Tower liegt auf 379 Meter Höhe und ist mit der berühmten Standseilbahn Peak Tram zu erreichen. Lohnenswert ist auch der Aufstieg zum Gipfel, von dem Besucher einen weiteren imposanten Blick auf die Stadt haben, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

Die Seidenstraße umfasst ein Netz aus Karawanenstraßen, die das östliche China mit dem Europa verbinden. Die Geschichte der Seidenstraße geht wie in die Bronzezeit zurück. Diese Handelsroute hatte aber nicht nur für den Austausch von Waren eine wichtige Bedeutung. Die Seidenstraße ermöglichte diplomatische Kontakte und führte zur Ausbreitung von Religionen und Kulturen. Oft findet dieser Ort Erwähnung in Büchern und Filmen.

Feiertage in China

In China gibt es gesetzliche Feiertage und einige wenige traditionelle Festtage. Der wichtigste gesetzliche Feiertag ist der Gründungstag der Volksrepublik China am 1. Oktober. Am 8. März ist Frauentag. Die Frauen bekommen an diesem Tag einen halben Tag frei. Der 1. Mai wird auch in China als Tag der Arbeit gefeiert und ähnelt damit dem Feiertag hierzulande. Der Gründungstag der Kommunistischen Partei am 1. Juli ist kein offizieller Feiertag, wird aber in den Medien mit vielen Dokumentationen und Beiträgen zur Geschichte der Partei begangen, die sehr interessant sind. Zudem gibt es den Tag der Jugend am 4. Mai, den Kindertag am 1. Juni und den Tag des Lehrers am 10. September.

Am 1. Januar wird Neujahr gefeiert und das sehr bunt und ausgiebig. Das traditionelle chinesische Neujahrfest findet zwischen Ende Januar und Anfang Februar statt. Es wird auch als Frühlingsfest bezeichnet. Es ist mit Abstand der wichtigste Feiertag in China. Nach dem Frühlingsfest wird das Laternenfest gefeiert.

Große Tradition hat auch das Drachenbootfest, das am 5. Tag des 5. Monats nach dem Mondkalender gefeiert wird. Die Feiern in China sind oft beeindrucken und bunt und man sollte ihnen Respekt zollen, wenn man zufällig daran teilnimmt.

Wissenswertes für Reisende

Die chinesische Küche ist als Kochkunst weltweit bekannt und wird heutzutage als eine Ausdrucksform der chinesischen Kultur betrachtet. Die chinesische Küche ist eher ein Oberbegriff, der viele traditionelle Zubereitungsarten und Gerichte vereint. Aufgrund der Größe des Landes gibt es regional Unterschiede. Reis ist das wichtigste Nahrungsmittel. Hauptsächlich wird Schweine- und Geflügelfleisch verwendet. Traditionell werden allerdings im Norden mehr Nudeln und Hefeklöße gegessen als Reis. Die Gerichte sind auch eher milder gewürzt als im Süden. Die traditionelle chinesische Küche ist meist bekömmlicher als die europäische und daher ist eine Umstellung für Reisende sehr leicht und problemlos verträglich. Teilweise wird sie auch als sehr scharf empfunden, daher ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld über die Stärke der Würzung erkundigt. Vor allem dann, wenn man scharfes Essen nicht ganz so mag oder nicht verträgt.
Die traditionellen Tischsitten weichen erheblich von den europäischen ab. So ist es bei Tisch üblich zu schmatzen, mit vollem Mund zu reden, zu schlürfen oder nach dem Essen zu rülpsen. Das Essen dient in China der Kommunikation, es wird viel geredet und gelacht. Unüblich ist es, sich am Tisch die Nase zu putzen. Dazu geht man auf die Toilette. Da das Essen sehr gesellig in China ist und damit sehr ungewohnt, sollte man sich daran nicht stören, sondern diese Zeit ebenfalls als gesellschaftlichen Zeitpunkt nutzen, z. B. mit der Familie, nutzen.

Die Anreise nach China erfolgt für viele Touristen in der Regel mit dem Flugzeug. Zu den wichtigsten Flughäfen gehört die internationalen Flughäfen in Peking, Hongkong und Shanghai. Innerhalb des Landes gibt es zudem viele nationale Flugverbindungen zu den Großstädten. Wer nicht gern fliegt, nutzt das gut ausgebaute Schienennetz aus, das alle Provinzen abdeckt. Das Straßennetz befindet sich zum Teil in einem sehr schlechten Zustand. Die Regierung ist aber bemüht, den Zustand des Straßennetzes zu verbessern mit neuen Autobahnen auszubauen. Die Einreise nach China mit dem eigenen Fahrzeug ist auch aus bürokratischen Gründen nicht zu empfehlen, da sie mit sehr vielen Umständen verbunden wäre, die schwierig zu meistern sind, wenn man der Sprache nicht voll und ganz mächtig ist und sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würden.
Für die Einreise nach China wird ein Reisepass benötigt, der mindestens noch 6 Monate gültig ist. Das Visum kann frühestens 50 Tage vor Antritt der Reise in der chinesischen Botschaft oder bei einen der Konsulate beantragt werden. Dafür wird ein Passbild benötigt. Das Visum ist für 3 Monate gültig und erlaubt den Aufenthalt in China für einen Monat. Zu beachten ist, dass das Touristenvisum für China keine Berechtigung für Hongkong und Macao besitzt, darum muss man sich explizit kümmern, wenn man diese Gebiete besuchen möchte.

Das soziale Verhalten weist in China gegenüber den europäischen Verhaltensweisen starke Unterschiede auf. Bescheidenheit spielt bei den Chinesen eine große Rolle. Der eigene Stolz wird oftmals heruntergespielt. Die Chinesen sprechen oft durch die „Blume“ und tragen ihre Bitten indirekt vor. Respekt und Lob sind ebenfalls gern gesehen und gehören zu den täglichen Umgangsformen dazu. Die öffentliche Kritik an einer Person sollte vermieden werden. Händeschütteln ist generell unüblich und gilt als unfein. Daher ist es wichtig, dass man sich diese Verhaltensweisen vor Augen hält, um gesellschaftliche Fauxpas zu vermeiden.
Das Lächeln der Menschen in China hat einige verschiedene Bedeutungen. Generell dient es der Entspannung. Es ist aber auch ein Mittel, um in kritischen Situationen Ruhe zu bewahren und um Eskalation vorzubeugen. Es kann aber auch der Täuschung dienen. Daher sollte man hier etwas vorsichtig und sparsam damit, in unpassenden Situationen sein.
Tabu ist die Kritik an China und sollte in Gesprächen mit einem Chinesen vermieden werden. Generell sollte man politische Diskussionen aus dem Wege gehen, da diese meist unangenehm enden können und Kritik auch hier sehr übel genommen werden kann. Kritische Haltungen gegenüber dem eigenen Land schaden ebenfalls dem Ansehen und sollten vermieden werden. Denn Landesstolz ist hier sehr wichtig und sollte ebenfalls nach außen getragen werden.

Kinder sind in China gern gesehen und gelten als ein Statussymbol. Ausländische Touristen mit Kindern erregen Aufsehen und werden besonders freundlich empfangen. Daher kann man problemlos eine Familienreise nach China antreten und wird sich dort auch ganz sicher sehr wohlfühlen. Viele Hotels sind hier auch auf die Besuche mit Kindern eingerichtet, was es Familien sehr vereinfacht und Probleme, die man oft in anderen Ländern hat vermeidet.

Für Reisende nach China gibt es keine nennenswerten Sicherheitsregeln, die nicht auch in anderen Ländern Gültigkeit hätten. China ist damit ein sehr sicheres Reiseland. Generell sollten die üblichen Reisehinweise beachtet werden, da Touristen immer wieder Opfer von Taschendiebstählen und kleinen Betrügereien werden, was aber in den meisten Ländern an der Tagesordnung ist und damit keine übermäßige Gefahr darstellt. Jedoch sollte man sich dessen trotzdem jederzeit bewusst sein und entsprechend die bekannten eigenen Maßnahmen dagegen treffen, in dem man seine Brieftasche sichert und nicht offen mit sich herum trägt. Man sollte auch Geld und Papiere unabhängig voneinander unterbringen,